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Beautyfood – iss dich schön! (Teil 2)

Vieles, das wir durch Lebensmittel aufnehmen, wird in unserem Körper verstoffwechselt und dann wieder ausgeschieden. Die Haut ist ebenfalls ein Ausscheidungsorgan, spielt dabei jedoch nur eine beiläufige Rolle, denn die Hauptarbeit übernehmen hier Darm und Nieren. Werden Stoffe aber nicht richtig ausgeschieden, etwa aufgrund einer Verstopfung, gelangen diese zurück in den Blutkreislauf und suchen sich einen neuen Weg – und dieser führt über die Haut.

So kann es vorkommen, dass wasserlösliche Abfallstoffe über die Schweissdrüsen ausgeschieden werden und fettlösliche über die Talgdrüsen. Kommt es bei der Einnahme von Fetten zu einem Ungleichgewicht zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, können diese nicht richtig verstoffwechselt werden, was zu einer schlechten Talgqualität führt und Unreinheiten fördert. Dieser Talg, der nun den Haarfollikel verstopft und Komedonen und Pusteln verursacht, fehlt an der Hautoberfläche. Denn Talg ist ein wichtiger Bestandteil unseres Hydrolipidfilms – eines Schutzfilms, der die Haut widerstandfähig macht und den transepidermalen Wasserverlust verhindert.

Zusammengefasst: Zu viele Fette tierischen Ursprungs, wie Schokolade oder Wurstwaren, und zu wenig Fette aus Pflanzen machen unsere Haut unrein, feuchtigkeitsarm und empfindlich. Dieses Hautbild erkennen wir in der entzündeten Akne wieder.

Neben den Fetten stehen bei uns auch zu viele tierische Eiweisse auf dem Speiseplan.

Fisch, Fleisch, Eier und Milchprodukte sind zwar wertvolle Lieferanten von essenziellen Aminosäuren und sollten in einer gesunden Ernährung nicht fehlen. Diese tierischen Eiweisse sollten aber immer mit pflanzlichen Eiweissen kombiniert werden, denn der Aufbau von körpereigenen Eiweissen ist wie ein Puzzle: Wenn ein Teil fehlt, ist das Bild unvollständig und kann nicht verwendet werden. Unvollständige Aminosäurenketten werden ausgeschieden, was zum einen den Organismus belastet. Zum andern ist das sehr schade, denn Eiweiss ist der Baustoff jeder einzelnen Zelle und somit auch unserer Haut, Haare und Nägel.

Viele Ekzematiker wie Neurodermitiker und Allergiker verzichten bewusst und mit Erfolg auf Milchprodukte, um die Gefahr von Hautentzündungen zu verringern. Auch bei schweren Aknefällen mit hohem Entzündungspotenzial wird die Haut sichtbar besser, wenn der Konsum von tierischen Eiweissen eingeschränkt und durch pflanzliche Eiweisslieferanten ersetzt wird.

Fortsetzung folgt

Im nächsten Teil beschäftigen wir uns mit dem schlimmsten Nahrungsfeind der Haut: dem Zucker.

Wieder reinschauen lohnt sich!

Esther Gerspacher

Esther Gerspacher

Schulleiterin, Kosmetikerin mit international anerkanntem CIDESCO-Diplom, Zertifizierte Erwachsenenbildnerin SVEB und Drogistin mit EFZ.

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