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Beautyfood – iss dich schön! (Teil 4)

Was braucht es für eine gesunde Ernährung?

Eine gesunde Ernährung besteht aus mindestens fünf Portionen Früchte oder Gemüse pro Tag, je bunter, desto besser. Dabei ist zu beachten, dass Rohkost viele Nahrungsfasern und wertvolle Vitamine und Mineralien enthält Das macht diese Kohlenhydrate langsam verdaulich.

Fette aus Pflanzen sind zu bevorzugen, dabei sollte allerdings immer auf hochwertige Fettsäuren wie Omega 3 geachtet werden.

Tierische Eiweisse sollten in kleinen Mengen aufgenommen werden – idealerweise möglichst mager (fettarm) und in Kombination mit pflanzlichen Eiweissen wie zum Beispiel Hülsenfrüchten.

Diese Erkenntnisse schlagen sich auch im neusten Ernährungstrend, der Paleo-Diät, nieder, die sich nach der Steinzeiternährung richtet.

Das heisst: keine Fertigprodukte, keine Milchprodukte, kein Zucker und kein Mehl. Das Prinzip ist einfach: Es gab in der Steinzeit kein Übergewicht, denn in die Höhle kam kein Pizzakurier. Wie sich diese Ernährungsform allerdings auf die Hautalterung auswirkte, lässt sich nicht sagen, denn das Durchschnittsalter lag dazumal bei 25 Jahren.

Neben den Fetten, den Eiweissen und dem Zucker sind jedoch auch Nahrungsbestandteile für unsere Haut von Bedeutung, die ein wenig unterschätzt werden: die sekundären Pflanzenstoffe.

Die sekundären Pflanzenstoffe oder Phytamine liefern wie bereits anfangs geschildert keine Energie, sondern entfalten ihre Wirkung innerhalb unseres Körpers. Ausschliesslich Pflanzen, wie Gemüse, Früchte und Samen, enthalten diese beeindruckenden kleinen Helfer. Sie sollten unter artgerechten Bedingungen wachsen und schonend verarbeitet werden.

Folgende Phytamine sind es wert, genauer unter die Lupe genommen zu werden:

Saponoide werden aus Hafer, Hülsenfrüchten und Getreide gewonnen und wirken sich entzündungshemmend auf unseren Organismus aus, wodurch zum Beispiel rote Flecken auf der Haut, aber auch Zahnfleischentzündungen und Cellulite verringert werden.

Flavonoide machen unsere Pflanzen bunt, das Spektrum reicht von orange über rot bis blau. Pflanzen nutzen Flavonoide als Lockstoffe für Bestäuber, aber auch als Zellschutz, zum Beispiel gegen UV-Strahlen. Dieser Zellschutz wird in unserem Körper wieder aktiv und verhindert Schäden durch freie Radikale, wie z. B. Hautalterung, Pigmentstörungen oder Krebs. Rote und blaue Beeren wirken nicht nur antioxidativ, sondern halten zudem den Blutzuckerspiegel konstant und verhindern so Heisshungerattacken.

Carotinoide sind Vorstufen des Vitamins A. Diese gelben bis rötlichen Farbstoffe finden wir neben den Karotten, die als Namensträger dienten, auch in allen gelben, orangen und grünen Pflanzen. Das Provitamin A wird in unserem Körper zu Vitamin A und ist ein wichtiges Antioxidans. Neben dem Schutz vor den freien Radikalen erfüllt Vitamin A eine zentrale Rolle der Keratinisierung der Epidermis, aber auch der Haare und Nägel und verbessert die Qualität des Bindegewebes.

Phytoöstrogen aus Soja, Hülsenfrüchten und Leinsamen wirkt beruhigend auf stressbedingte Störungen wie Schlaflosigkeit und Hautkrankheiten. Östrogen vermindert die Talgproduktion und fördert den Kopfhaarwuchs, was sich sichtbar positiv auf androgene Störungen wie Akne oder Haarausfall auswirkt.

Kakao wird ebenfalls als Antioxidans eingesetzt und verhindert so den vorzeitigen Zerfall der Zellen. Nur enthält die Pralinenschachtel leider mehr weissen Zucker und tierische Fette als den wertvollen sekundären Pflanzenstoff.

Koffein, wie Teein in Grün- oder Weisstee kann als aktiver Zellschutz zugesetzt werden, nur sollte bei dem Genuss auf Zucker, Milch und Rahm verzichtet werden.

Das Wichtigste ist, dass alles im Mass erfolgt, denn schon Paracelsus wusste:

Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift.
Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift sei.

- Paracelsus 1493–1541

Esther Gerspacher

Esther Gerspacher

Schulleiterin, Kosmetikerin mit international anerkanntem CIDESCO-Diplom, Zertifizierte Erwachsenenbildnerin SVEB und Drogistin mit EFZ.

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