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die Qual oder die Wahl an den Füssen

Der Schuh ist nicht nur heute ein grosses Thema, sondern war es schon immer. Als Schutzfunktion, aber auch damit sie dem Schönheitsideal und der Mode gerecht wurden. Das Museum gab uns einen Einblick in die Schuhmode der letzten 3000 Jahre.

Es ist faszinierend, was für Schuhe die Frauen damals getragen haben. Witzige, kreative, sowie auch gesundheitsschädliche Schuhe.Beängstigend zu sehen, zu was der Mensch fähig ist, nur um einem Schönheitsideal gerecht zu werden. So beim sogenannten Lotusfuss in China. Die Füsse der Frau wurden durch extremes Einbinden und Knochenbrüchen stark deformiert, damit sie kleiner waren. So wurden die Frauen auch abhängig von ihren Männern, weil die Damen nicht mehr oder nur mit Hilfe deren gehen konnten.

Heute kaufen viele Frauen, zum Teil auch Männer, ihre Schuhe nach dem Kopf und nicht nach den Füssen.

Schuld ist die Mode. Ständig zu enge Schuhe kann die Bildung eines Hallux valgus fördern. Druck und Reibung verursachen Entzündungen, Blasen, Hornhaut und Hühneraugen. Die Deformation zum Spitzfuss entsteht durch das dauernde Tragen von hohen Schuhen. Die Achillessehne bildet sich zurück, was dazu führt, dass das Fersenbein keinen Kontakt mehr zum Boden hat.

Der Museumsbesuch hat sich gelohnt und ist für jeden Schuhliebhaber bestimmt ein spannende Reise in die Vergangenheit und Zukunft.

20150311_141903 Aline Schwarzenbach, Schülerin der CIDESCO Klasse

Esther Gerspacher

Esther Gerspacher

Schulleiterin, Kosmetikerin mit international anerkanntem CIDESCO-Diplom, Zertifizierte Erwachsenenbildnerin SVEB und Drogistin mit EFZ.

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