Unser Blog

Makellos – Pigmentflecken erfolgreich bekämpfen

Inspiriert von all den Schönen und Reichen, die in den letzten Tagen und Wochen über die roten Teppiche dieser Welt stolziert sind, schreibe ich diesmal etwas über Pigmentflecken.

Pigmentmale unabhängig vom Alter oder der kulturellen Herkunft

Selbst aus der Sicht von Optimisten, die jeder Falte noch etwas Positives abgewinnen können, bedeuten die unregelmässigen braunen Flecken im Gesicht, auf Hals und Händen ein Schönheitsmakel. Von diesen sogenannten Pigmentmalen sind sehr viele Menschen betroffen, unabhängig vom Alter oder von der kulturellen Herkunft.

Zugleich sind die Pigmentmale ein typisches Zeichen für den natürlichen Hautalterungsprozess. So werden zum Beispiel, um ein Gesicht mit Photoshop mit möglichst echtem Effekt künstlich älter zu machen, nicht nur die Falten verstärkt, sondern wird die Haut zusätzlich mit braunen Flecken übersät.

Die Ursachen für die natürliche Überpigmentation sind sehr unterschiedlich, was deren Bekämpfung mehr oder minder schwierig gestaltet. Grundsätzlich lässt sich aber festhalten, dass es für Pigmentflecken (lat. lentigo solaris) drei Faktoren braucht:

  • Stimulanz + Pigment + UVA Strahlung

 

Stimulanz der Pigmentproduktion

Das Hautpigment Melanin hat genau eine, aber damit umso wichtigere Aufgabe: Es schützt den Zellkern unserer Keratinozyten (Zellen der Oberhaut). Gebildet wird Melanin von den Melanozyten (Pigmentzellen); jeder Melanozyt versorgt um die 35 Keratinozyten. Die Premelanosomen (Vorpigmente) werden in der untersten Schicht der Epidermis (Oberhaut) an die umliegenden Zellen abgegeben, um sich im Innern der Zellen wie ein Schutzschild um den Zellkern zu formieren. Wird die Pigmentzelle nun stimuliert, reagiert sie mit dem Bedürfnis nach mehr Schutz, und schon werden mehr Premelanosomen an die Keratinozyten abgegeben.

Stimulantien können sein:

  • die UVB-Strahlung, die den Zellkern schädigt;
  • Verletzungen und Entzündungen der Haut (postläsionäre und postinflammatorische Hyperpigmentationen);
  • Hormone wie Östrogen, die zu Melasma führen (symmetrische Pigmentflecken auf beiden Gesichtsseiten);
  • Medikamente wie etwa pflanzliche Stimmungsaufheller (Johanniskraut);
  • fototoxische Substanzen wie zum Beispiel Bergamottöl, die zu einer Berloque-Dermatitis führen;
  • Stress, Genussmittelmissbrauch und Schlafmangel.

Diese Faktoren können in intrinsische (innerliche) und extrinsische (äusserliche) aufgeteilt werden, wobei sich die extrinsischen Faktoren viel einfacher beheben und die daraus entstandenen Hyperpigmentationen leichter behandeln lassen.


Fortsetzung folgt

In Teil zwei schreibe ich über die Pigmentation und warum wir bei Sonneneinstrahlung braun und nicht blau oder grün werden. Und Ihr erfahrt die besten Tipps zur Vermeidung von Pigmentmalen.

Es lohnt sich also, wieder reinzuschauen.

Esther Gerspacher

Esther Gerspacher

Schulleiterin, Kosmetikerin mit international anerkanntem CIDESCO-Diplom, Zertifizierte Erwachsenenbildnerin SVEB und Drogistin mit EFZ.

Hinterlasse einen Kommentar