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Psychokosmetik – mit allen Sinnen Pflege erleben (Teil 2)

Der Weg zur Seele führt über unsere Sinne.

Der Tastsinn, welcher in erster Linie über unsere Hautoberfläche wahrgenommen wird, ist sicherlich auch der Hauptsinn, welchen wir in kosmetischen Behandlungen ansprechen. Die Nervenreize unserer Haut sind unterteilt in Kälte, Wärme, Vibration, Druck, Berührung und Schmerz. Diese Wahrnehmungen sind überlebenswichtig, lassen sich aber sehr leicht durch unsere Psyche austricksen. Wir haben gelernt, wenn wir uns stossen, können wir durch Reibung den Schmerz lindern. Kinder beruhigen sich selber indem sie ihre Ohrmuscheln reiben. Psychisch Kranke können sich die Haut aufkratzen, weil sie der festen Überzeugung sind, dass in der Haut Ungeziefer heranwächst. Das Borderline Syndrom beschreibt die Selbstverletzung meist junger Erwachsener, welche durch Reizmangel sich selber wieder spüren wollen. Aber auch Überreizung der Haut kann zu einer überreizten Seele führen. So leiden Neurodermitiker und Aknepatienten oft auch an psychischen Symptomen. Berührungen lassen unsere Psyche zur Ruhe kommen. Jeder kennt die beruhigende Wirkung, wenn ein weinendes Kind mit sanften Streichungen über Kopf und Rücken getröstet wird.

Der Sehsinn
Unsere Augen bringen Bilder als Informationsträger zu unserem Gehirn. Leider wird unsere Informationszentrale so sehr mit Bildern überflutet, dass es kaum noch von wichtigen und unwichtigen Informationen unterscheiden kann. Die Augen zu schliessen und sich ganz auf unsere anderen Sinne zu verlassen, braucht Überwindung, ist aber eine Wohltat für unser Gehirn. Über die Augen werden auch Farben und Licht wahrgenommen. Die Kraft der Farben und des Lichtes wird seit hunderten von Jahren in der Medizin erfolgreich eingesetzt und dies können wir wunderbar auch im Alltag nutzen. Von beruhigenden Farben bei der Einrichtung bis hin zu Lichttherapie.

Der Geruchsinn entwickelt sich bereits im Mutterleib und arbeitet 24 Stunden am Tag. Über Gerüche werden wir auf Gefahren, Essbares oder potentielle Sexualpartner in unsere Umgebung aufmerksam gemacht. Leider findet auch hier eine Reizüberflutung statt und dabei können wir diesen Sinn nicht einfach abstellen. Sorgen sie für genügend Frischluft und beduften Sie den Raum nur sehr dezent.

Der Hörsinn entwickelt sich ebenfalls als einer der ersten Sinne und auch er arbeitet den ganzen Tag. Wir sind in der Lage einzelne Geräusche aus der Masse herauszufiltern und analysieren anhand der Tonlage über Ernsthaftigkeit, Witz oder Sarkasmus. Wir können bewusst Geräusche ausblenden, das ist jedoch für unser Unterbewusstsein äusserst anstrengen. Noch anstrengender wird es, wenn das Gehör mit dem Alter nachlässt und wir uns ganz genau auf das Gesprochene konzentrieren müssen.

 

Fortsetzung folgt

Teil 3 – Die Psyche, unsere Seele ist kein Organ, welches sich darstellen und studieren lässt.
Wieder reinschauen lohnt sich.

 

Esther Gerspacher

Esther Gerspacher

Schulleiterin, Kosmetikerin mit international anerkanntem CIDESCO-Diplom, Zertifizierte Erwachsenenbildnerin SVEB und Drogistin mit EFZ.

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